Programm

Mensch-Tier-Bildung
Mensch Tier Bildung e.V. ist ein Verein mit Sitz in Berlin, der überregional altersgerechte Workshops und Projekttage anbietet, in denen sich Kinder und Jugendliche mit der Situation von „Nutztieren“ in unserer Gesellschaft beschäftigen. Diskutiert wird unter anderem, ob sich etwas an der alltäglichen Praxis ändern sollte und wie jede*r selbst dazu beitragen könnte. Spielerisch und mit verschiedenen Methoden wird Mitgefühl geweckt, Information vermittelt, zum eigenen Nachdenken angeregt und zum Handeln motiviert. Das Angebot richtet sich an Schulen, Jugendtreffs und FÖJ-Seminare. Außerdem kooperiert MTB mit dem Lebenshof „Land der Tiere“ in Mecklenburg-Vorpommern, wo abwechslungsreiche Projekttage stattfinden. Wie ein konkreter Workshop aussehen kann und welche Materialien wir nutzen, erfahrt ihr in unserem Vortrag.

Widerstand ein Leben lang: Nachhaltiger Aktivismus
Die Arbeit sozialer Bewegungen wird zu Recht häufig mit einem Marathon statt mit einem Sprint verglichen. Aktivist*innen brauchen einen langen Atem und sind einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt. Themen wie chronische Schmerzen, Trauma, Burnout, Diskriminierung und Konflikte in Bezugsgruppen sowie Repression sollten mehr Beachtung in unserem Aktivismus finden. Im Vortrag soll am Beispiel der Tierbefreiung ein Überblick über die vielfältigen Belastungen und mögliche Lösungsansätze i. S. eines nachhaltigen Aktivismus geben werden.
Aufgrund des potenziell belastenden Themas soll zu Beginn des Vortrages auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden und eine möglichst vertrauensvolle und sichere Atmosphäre geschaffen werden. Bitte achtet auf euch und die anderen.

Der Lebenshof Charly’s Ranch in Hamm
Charly’s Ranch ist ein Lebenshof in Hamm-Heessen und wird von dem gemeinnützigen und gleichnamigen Verein Charly’s Ranch e. V. geführt. Derzeit leben hier rund 40 Tiere – von Hühnern über Katzen und Hunden bis hin zu Schweinen, Schafen und Ponys. Charly, der Namensgeber des Projektes, war das erste Pony, das gerettet werden konnte. Er steht stellvertretend für das viele Leid, das Menschen Tieren antun. Tieren wie Charly möchte der Lebenshof eine Heimat geben und ihnen zeigen, wie schön das Leben sein kann. Mit der Arbeit möchte der Verein ein Bewusstsein für das Leiden der Tiere in unserer Gesellschaft schaffen und sich für eine Welt einsetzen, in der die Tiere als fühlende Wesen gesehen werden, die dieselben Bedürfnisse haben wie Menschen.

Ärzte gegen Tierversuche:

Medizinischer Fortschritt ist wichtig. Tierversuche sind der falsche Weg
Die Leitfrage ist: „Warum gibt es Tierversuche, wo und warum werden sie gemacht?“ Seit ca. 150 Jahren wird intensiv mit dem sogenannten Goldstandard – dem Tierversuch – gearbeitet. Doch werden die Stimmen der Menschen immer lauter, die sich gegen Tierversuche stellen. Denn sie liefern nicht die gewünschten Ergebnisse – rund 95 Prozent aller am Tier erfolgreich getesteten Medikamente schaffen es nie durch die Humanprüfung. Die Forscher stehen mit dem Rücken zur Wand, denn immer mehr Menschen glauben ihnen die Sinnhaftigkeit ihres Tuns nicht. Von den ethischen Fragen ganz zu schweigen! Ärzte gegen Tierversuche ist ein Verein, der bereits vor 40 Jahren von Ärzten gegründet wurde, um alle Tierversuche abzuschaffen und sie durch sinnvolle Alternativen zu ersetzen. Diese werden im Vortrag aufgezeigt.

1001 Möglichkeit aktiv zu sein
Aktivismus ist vielfältig und jede*r kann aktiv sein! In diesem Workshop werden wir verschiedene Aktionsideen zu einem Tierrechtsthema entwickeln. Der Fokus liegt hierbei auf den beteiligten Personen und ihren „Jobs“ im Rahmen der Aktion. Wir wollen gemeinsam herausarbeiten, welche unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten zum Gelingen einer Aktion beitragen. Findet heraus, welche „Jobs“ zu euch passen – und teilt den anderen mit, was ihr gut könnt!

Netzwerk „Rhythms of Resistance“
Rhythms of Resistance ist ein transnationales, antihierarchisches, antikapitalistisches, antisexistisches und antirassistisches Netzwerk, das für soziale und ökologische Gerechtigkeit kämpft. Wir stellen euch dieses Netzwerk sowie unsere Aktionsformen, insbesondere das an Samba angelehnte Trommeln, genauer vor. Zum Ausklang des Tages können wir auf Töpfen, Deckeln, Eimern o. Ä. gemeinsam ein paar Rhythmen spielen.

(Hinweis des Orgateams: Bitte bringt euch einen der genannten Alltagsgegenstände zum Trommeln selbst mit!)